Mit Verschleiss-Know how zu verlässlich längeren Standzeiten
1. Grundlagen des Verschleisses
Aus Bild 1 geht das auf praktische Belange ausgerichtete Verschleisssystem hervor. Demnach tritt der Verschleiss an einem Grundkörper in seiner Oberfläche dadurch auf, dass ein Gegenkörper oder Gegenstoff, durch Belastungs- und Bewegungsverhältnisse gekennzeichnet, sich relativ zum Grundkörper bewegt.

- Verschleiss-System (nach DIN 50 320)
Die wichtigsten Einflussgrößen
- Systemumhüllende
- Beanspruchungskollektiv
- Verschleisspaarung
Grundkörper, Gegenkörper und Zwischenstoff werden als Verschleisspaarung zusammengefaßt, die Belastungs- und Bewegungsverhältnisse als Beanspruchungskollektiv.
Zusätzlich ist bei Verschleissvorgängen noch die Systemumhüllende zu betrachten.
Verschleissreduzierung heißt die systematische Veränderung von
- Verschleisspaarung
- Beanspruchungskollektiv
- Systemumhüllende
unter Anwendung der tribologischen Grundsätze.
Verschleiss kann dabei in unterschiedlicher Form auftreten, weshalb die verschiedenartigen Verschleissmechanismen, wie sie in DIN 50320 enthalten sind (Tabelle 1), Berücksichtigung finden.
Die Verschleiss-Erscheinungsformen
| VERSCHLEISSMECHANISMUS | VERSCHLEISSERSCHEINUNGSFORMEN |
| Adhäsion | Fresser, Löcher, Kuppen, Schuppen, Materialübertrag |
| Abrasion | Kratzer, Riefen, Mulden, Wellen |
| Oberflächenzerrüttung | Risse, Grübchen |
| Tribochemische Reaktionen | Reaktionsprodukte (Schichten, Partikel) |

